Was macht die rundesLeben-Jurte so einzigartig?

"Ein einzigartiges Raumklima.

Hier steht ein Stück Zukunft des Jurtenbaues."

 

Ein besonderer Gast in der Jurte:

DI Dr. Lehner hat von meiner einzigartigen Jurte erfahren und hat sich bei seinem Graz-Besuch Zeit genommen um hier zu verweilen.

 

Er berichtet mir, dass es wegen der Klimaänderung jetzt auch in der Mongolei immer mehr Regen gibt. Damit gerät das bisherige Konzept der Dämmung mit Filz dort deutlich an seine Grenzen. Der Filz kann nicht mehr richtig trocknen.

 

DI Dr. Lehner zu meiner Jurte:

"Der besondere Aufwand hat sich voll gelohnt - die rundes Leben-Jurte hat wirklich ein beeindruckendes Raumklima!"

 

 

 

Ao. Univ. Prof. DI Dr. Erich Lehner forscht an der TU-Wien - er ist DER Spezialist für:
  - außereuropäische Architekturtraditionen,
  - kulturvergleichende Architekturforschung und
  - Wahrnehmung und Wirkung von Architektur.
Im Rahmen seiner Forschungsschwerpunkte hat auch eine Diplomandin seines Institutes ua. beinhaltend die rundes Leben-Jurte eine Diplomarbeit verfasst.

 

Technische Grundlagen

Ökologisch & nachhaltig

Der Begriff ‚Bauökologie’ umfasst das gesamte Baugeschehen mit seinen Einflüssen auf Mensch und Umwelt. Jeder Bauvorgang belastet die Umwelt und ist mit dem Verbrauch natürlicher Ressourcen verbunden.

Eine ökologisch nachhaltige Bauweise sollte daher folgende Ziele verfolgen:

  1. bauliche Eingriffe in die Natur so gering wie möglich halten

  2. für die Gebäudenutzer ein möglichst gesundes Wohnumfeld schaffen

  3. die Errichtung des Bauwerkes sollte einen lange andauernden, nachhaltigen Nutzen gewähren


Als Dämmmaterial sind am besten umweltschonende Materialien zu wählen, die keine Schadstoffe enthalten, die bei ihrer Herstellung zugesetzt werden oder aufgrund ihrer chemischen Zusammensetzung enthalten sind oder freigesetzt werden.

Strohballenbau Jurte kaufen & bauen strawbale
www.rundesLeben.at

Gesundes Raumklima/Dampfdiffussion

-> Ökologische Dämmung

Die Dämmung, als wesentlicher Bestandteil einer Ganzjahresjurte, sorgt für eine Wärmedämmung im Winter bzw. Hitzedämmung im Sommer. Sie beruht auf dem Prinzip des Einschlusses von Luft in den Hohlräumen des Dämm- materials und ist für eine dauerhaft angenehme Raum- temperatur im Inneren verantwortlich. Die Leistungs- fähigkeit von Dämmmaterialien ergibt sich aus der Maßzahl für ihre Wärmeleitfähigkeit (W/mK). Daraus lässt sich ablesen, ob das Bauteil die Wärme festzuhalten bzw. langsam oder schnell durchzulassen vermag.

 

Hanf (W/mK = 0,04)

Hanf (und Flachs) sind die Pflanzen mit der längsten Anbautradition in Europa. Sie sind sehr anspruchslos, schnellwachsend und benötigen weder Düngung noch Spritzmittel. Hanf ist von Natur aus fungizid und antibakteriell. Somit ist keine zusätzliche Imprägnierung notwendig. Überdies enthalten Hanffasern kein Eiweiß. Eine Behandlung gegen Motten und Käfer ist nicht nötig.

 

Stroh (W/mK = 0,04 – 0,05)

Strohballen sind in Österreich überall leicht erhältlich – damit ist der Transportweg minimiert. Völlig naturbelassen wird dieser Dämmstoff verarbeitet und ist dabei vollständig biologisch abbaubar. Stroh ist zusätzlich ein hoher Massespeicher. Dies wirkt sich vorteilhaft auf seine Schalldämm-eigenschaften aus. Stroh bindet CO2 und weist damit eine stark positive Ökobilanz auf. (Siehe auch Infos hier.)

 

Warum sind Schafwolle oder Filz KEINE erste Wahl?

Schafwolle weist wie Hanf und Stroh eine hervorragende Wärmeleitfähigkeit auf.

Tierisches Dämmmaterial ist jedoch grundsätzlich problematisch:

 - Insekten werden aufgrund des hohen Eiweißanteils angezogen
 - I.d.R. wird bereits das lebende Schaf intensiv mit Insektiziden und Bioziden behandelt; damit zählt Schafwolle zu den belasteten Rohstoffen
 - Schafwolle wird mit Borsalz imprägniert, was die spätere Kompostierung der ausgedienten Schafwolle erschwert.

 

Klimamembran

Ökologische, nachhaltige Bauweise-> Dampfdiffussion und Tauwasser

Die Dampfdiffusion wird durch den μ-Wert (sprich: [mü-Wert] = Dampfdiffusionswiderstand) beschrieben und mit der Materialstärke des Bauteils multipliziert. Der so ermittelte Wert sollte von innen nach außen abnehmen, damit der Transport der Luftfeuchtigkeit nach außen nicht behindert wird. Jedenfalls soll das Eindringen von Feuchtigkeit in die Konstruktion verhindert werden. Feuchtigkeit im Dämmstoff vermindert nämlich in der Regel die Dämmwirkung und kann Bauschäden (also Schimmel) hervorrufen.

Je wärmer die Luft in der Jurte, umso mehr Feuchtigkeit kann sie aufnehmen. Kühlt die Luft dann innerhalb der Dämmung ab, steigt zunächst ihre relative Feuchtigkeit. Ist diese bei 100 %, fällt Wasser in flüssiger Form aus („Tauwasser“).

 

In der Praxis heißt das:

Wenn die Innentemperatur bei 20 Grad liegt und die Außentemperatur bei minus 10 Grad, kann die warme Innenluft viel mehr Wasser aufnehmen als die kalte Außenluft. Gelangt die warme Luft in die Konstruktion und bewegt sie sich in ihr von der warmen Innen- auf die kalte Außenseite zu, kühlt sie ab, die relative Luftfeuchte steigt und es kommt innerhalb der Dämmung zum Tauwasserausfall. Die Folge sind unbeherrschbare Nässe mit allen negativen Folgen.

 

-> Wandaufbau / Klimamembran

Somit ist klar, dass der Wandaufbau in der Praxis hinsichtlich Dampfdiffusion und Taupunkt eine wesentliche Rolle spielt. Die Wand stellt schließlich die ‚Haut’ eines Raumes dar. Wird diese versiegelt, verliert sie die Diffusionsfähigkeit. Der Wandaufbau sollte Wasserdampf aufnehmen und wieder abgeben können. Genau diese Anforderungen erfüllt der Wandaufbau der rundesLeben-Jurte durch den gezielten, unsichtbaren Einsatz der Klimamembran.

 

->Hochwertige Materialien

Nur eine abgestimmte hochwertige Auswahl von Materialien ermöglicht eine gezielte Dampfdiffusion des gesamten Wandaufbaus. Die Außenhaut bspw. stammt von einem führenden Zeltstoffhersteller: von Tencate. Der extraschwere, diffusionsoffene Stoff Ka-46 (420g/m2) besteht aus einer äußerst haltbaren Mischung aus Polyester/Baumwolle, bei gleichzeitiger höchster UV-Resistenz.

 

-> Relative Luftfeuchte

Eine relative Luftfeuchte zwischen 35 u. 75 % vermittelt Behaglichkeit. Eine Luftfeuchte unter 35 % sorgt für trockene Schleimhäute, ein Wert von über 75 % erzeugt ein Treibhausklima. Mit steigenden Raumlufttemperaturen empfinden wir geringe Werte der relativen Luftfeuchte als behaglich. Empfehlenswert ist die Feuchteregulierung durch Materialien mit offenporig-sorptionsfähigen Oberflächen (Stoffe, welche Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben können, nennt man sorptionsfähig). Technisch lässt sich dies durch eine Klimamembran oder einen Lehmverputz verwirklichen.


... der einzigartige Aufbau sichert bestes Raumklima!